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masterplans Digital-Experte und GF Carsten Riemann-Kafsack zu Gast bei ADZINE Live 1
Bild: Shutterstock

ADZINE Live: Key Facts Video Advertising

November 2021 – masterplan Geschäftsführer und Digitalexperte Carsten Riemann-Kafsack war vergangenen Dienstag zu Gast bei der digitalen Live-Konferenz des Fachmediums ADZINE.

Diese Session wurde dem aktuell gehypten Wachstumsfeld CTV gewidmet und wie sich die Möglichkeiten für Werbung auf dem Big Screen aktuell verändern.

Jens Hake, Analyst von ADZINE, eröffnete die Speaker-Runde und stellte die wichtigsten Ergebnisse des ADZINE Video Ad Reports vor, den das Fachmedium gemeinsam mit Technologie-Anbieter Xandr veröffentlichte:

  1. 31 % der Bewegtbildnutzung in Deutschland erfolgt über zeitversetztes TV (Streaming).
  2. Durchschnittlich 3,5 Stunden pro Tag wird ferngeschaut.
  3. Der beliebteste Streaming-Anbieter ist Netflix, gefolgt von Amazon Prime und Disney +.
  4. Mediatheken erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Ältere Seher nutzen eher die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender, jüngere die der privaten Sender. Die Schlussfolgerung: Streaming ist keine Frage des Alters.
  5. Im Austausch gegen Content sind die Konsumenten offen für Werbung im Streaming-Umfeld.

Fazit: Das Interesse an „Streaming“ und in diesem Zusammenhang „Connected TV“ wächst ungebremst und bietet für Werbetreibende großes Potenzial, das es in den nächsten Monaten zu erschließen gilt.

Bild: ADZINE

Hier knüpft auch masterplans Geschäftsführer Carsten Riemann-Kafsack an, der zunächst die größten Vorteile von Digital Video – und damit einhergehend CTV – beschreibt: hohe Werbewirkung & -erinnerung durch audiovisuelle Kontakte – auch für Werbetreibende mit kleineren Budgets oder als Ausweichstrategie bei besonders hoher Konkurrenz im linearen TV!

Zudem lassen sich digitale Targetings und regionale Aussteuerungsmöglichkeiten umsetzen, aus denen eine höhere Effizienz der Maßnahmen resultiert. Auch die Messmöglichkeiten sind vielfältig: KPIs wie Klicks, Kontakte und View-Through-Raten sind – anders als im linearen TV – verifizierbar. Kurz gesagt: In der Theorie müssten deutlich mehr CTV- als lineare Kampagnen umgesetzt werden. Die Realität sieht allerdings anders aus, aktuell scheint es an Verständnis, Strukturen und auch an Mut zu fehlen, das Thema CTV weiter voranzutreiben. Carsten spricht sich deutlich für übergreifende Bewegtbildkampagnen, ohne kanalspezifische Grenzen, aus. Weiterhin nimmt er Agenturen in die Pflicht, ihre Kunden holistischer zu beraten und die Teams dementsprechend agil zu organisieren – diesen Ansatz verfolgt er mit masterplan seit Beginn an.

Auch Kay Schneider von ShowHeroes berichtet von Zurückhaltung der Werbetreibenden, denn klassische TV-Werbung ist immer noch erfolgreich. Er plädiert für breite Aufklärung in der Branche und Vertrauensaufbau aufseiten der Werbetreibenden. Die verschiedenen Targeting-Möglichkeiten liefern Argumente für CTV-Kampagnen, allen voran das semantische Targeting. Die Zielgruppe erhält hier nur jene Werbemittel ausgespielt, die im inhaltlichen Bedeutungszusammenhang ihres gestreamten Contents stehen – das erhöht die Relevanz der Maßnahmen und gleichzeitig die Effizienz.

Laut Thomas Mendrina von Xandr verschwimmen im Bewegtbild-Markt die Grenzen zwischen den einzelnen Disziplinen – wie TV und Digital – immer mehr, wenn auch noch zu langsam. Auch er spricht sich dafür aus, Kampagnen am Big Screen idealerweise holistisch zu planen, einzukaufen und zu messen. Darüber hinaus weist er auf die Relevanz der Thematik hin, Xandr beobachtet in 2021 eine deutliche Steigerung der CTV-Werbeausgaben.

Eine gemeinsame Diskussionsrunde bot den etwa 100 Teilnehmern am Ende die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Ein spannendes Event, aus dem wir folgendes Fazit ziehen: CTV hat großes Potenzial und wird 2022 eines der Dauer-Brennthemen der Werbebranche sein.